Lediglich ein Fünftel der privaten Investoren hierzulande hat bislang Erfahrung mit nachhaltigen Kapitalanlagen. Das ergab die jüngste Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Demnach haben lediglich 19 Prozent der Befragten schon einmal eine Anlageentscheidung von den Kriterien Umwelt, Soziales und Unternehmensführung abhängig gemacht. 

Das starke Wachstum nachhaltiger Kapitalanlagen in der jüngsten Vergangenheit ist demnach vor allem auf institutionelle Investoren zurückzuführen. "Impulse für mehr private Investitionen könnten allerdings von jüngeren Anlegerschichten kommen", sagt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern. Denn jungen Menschen orientieren sich bei der Geldanlage bereits deutlich stärker an Themen wie Umwelt und Soziales. In den Altersgruppen bis 35 Jahre geben mehr als 30 Prozent an, bei der Kapitalanlage schon einmal ein solches Kriterium berücksichtigt zu haben. Ab Mitte 50 tritt die umgekehrte Tendenz ein. Anleger dieser Jahrgänge beschäftigen sich nur unterdurchschnittlich stark mit Nachhaltigkeitskriterien.

ESG-Kriterien werden auch Privatanlegern wichtiger 
Der Studie zufolge wollen Privatanleger Nachhaltigkeitskriterien künftig stärker berücksichtigen, und das über unterschiedliche Altersgruppen hinweg. Ein Drittel der Befragten will bei Geldanlagen in den nächsten zwölf Monaten diese Kriterien mit als Maßstab anlegen, bei den 16- bis 25-Jährigen ist es mit 46,9 Prozent sogar nahezu die Hälfte. (fp)