Der rumänische Bitcoin-Milliardär Mircea Popescu ist laut diversen Medienberichten tödlich verunglückt. Er hinterlässt ein gewaltiges Vermögen in Krypto-Coins, das allerdings für die Nachwelt verloren sein könnte. Der 41-Jährige ertrank laut "New York Times" beim Schwimmen vor der Küste Costa Ricas nahe dem beliebten Badeort Playa Hermosa. Er wurde offenbar von einer Strömung mitgerissen. Sein Tod sei inzwischen von drei ihm nahestehenden Frauen bestätigt worden, heißt es. Überdies sei seine akribisch gepflegte Website seit dem Tag seines Verschwindens im Meer, dem 23. Juni, nicht mehr aktualisiert worden.

Popescu fiel immer wieder mit sexistischen Sprüchen und Lästereien über Krypto-Projekte von Konkurrenten auf, genoss aber als einer der Pioniere in der Szene eine gewisse Prominenz. Er gründete eine der ersten Handelsplattformen für Bitcoin und gehörte zu den einflussreichsten privaten Bitcoin-Besitzern. Laut der britischen Internetzeitung "The Independent" besaß er eine Million Münzen. Sein Krypto-Vermögen hatte zuletzt einen Gegenwert von rund zwei Milliarden US-Dollar. Unklar ist, was nun mit den Coins passiert.

Not your key – not your coins
Das Problem: Digitale Münzen lagern nicht in einem Bankschließfach, sondern sind einzig und allein mit einem persönlichen Code zugänglich. Ob einer der Angehörigen des umstrittenen Milliardärs den Code kennt und Zugang zu seiner Wallet, seiner digitalen Brieftasche, hat, ist bislang nicht bekannt.

Falls niemand an Popescus Münzen herankommt, ist durch seinen Tod ein substanzieller Teil der bisher geschürften Bitcoins aus dem Verkehr gezogen – wie schon durch den mutmaßlichen Selbstmord des Software-Milliardärs John McAfee vor kurzem in einer spanischen Gefängniszelle. "Es sieht so aus, als seien mit dem Tod von Mircea Popescu und John McAfee eine signifikante Menge Bitcoins für immer verloren", twitterte der Krypto-Analyst Alexander Mardar. (fp)