Die niedrige Inflation in Deutschland wirkt sich auch auf die realen Zinserträge für Sparanlagen aus. Sie liegen erstmals seit Jahren wieder im positiven Bereich, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) unter Berufung auf eine Untersuchung der Internetplattform Tagesgeldvergleich.net. Demnach betrugen die realen Zinserträge für wichtige Spareinlagen im Juli zusammengerechnet rund 191,2 Millionen Euro. Das letzte Mal, dass dieser Wert derart positiv ausfiel, war im Juni 2016. Damals lagen die realen Zinserträge bei 217 Millionen Euro.

Seither hatte die Niedrigzinsphase bei gleichzeitiger Inflation die Realzinsen sogar ins Negative rutschen lassen. Im Juli aber lag die Teuerungsrate bei minus 0,1 Prozent, im August bei 0,0 Prozent. Laut Tagesgeldvergleich.de ist das einer der Hauptgründe für die positiven Realzinsen auf die deutschen Ersparnisse.

Kaufkraft des Ersparten steigt
Die Deutsche Bundesbank bestätigte gegenüber der FAZ, dass diese Entwicklung eine natürliche Folge der niedrigen Inflation sei. Bei einer Teuerungsrate von minus 0,1 Prozent im Juli führten selbst unverzinste Spareinlagen nach Inflation zu Realzinsen von plus 0,1 Prozent, so das Institut. Anders gesagt: Das Ersparte wird zwar nicht mehr, Sparer können sich dafür aber mehr kaufen. (fp)