Obwohl die Makrodaten derzeit wenig Grund für Optimismus bieten, geht es an den Aktienmärkten schon wieder aufwärts: Von ihren Tiefständen sind führende Indizes um durchschnittlich mehr als 25 Prozent gestiegen. Für die Marktexperten von Unigestion liegt das unter anderem an der Unterstützung der Finanzmärkte durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und die Regierungen – und die Erwartung der Anleger, dass es weitere Hilfestellungen geben wird. "Angst und Gier treiben die Preise kurzfristig mehr als die Fundamentaldaten", beobachten die Unigestion-Experten. 

Anleger hätten nun Angst, etwas zu verpassen (fear of missing out, FOMO) und außerdem wenige Alternativen zum Aktienmarkt (there is no alternative, TINA). Eine Verschlechterung der Makrodaten und Gewinne könne die Aktienkurse weiter steigen lassen, glauben die Unigestion-Experten: "Schon ein Rückgang des Gewinns pro Aktie von 'nur‘ 13 Prozent würde die Kurs-Gewinn-Verhältnisse des S&P 500 wieder auf das Niveau des Februar 2020 heben."

Goldene Mitte ist gefragt
Trotz dieser Aussichten sollten Anleger ein "angemessenes Gleichgewicht zwischen Angriff und Verteidigung" finden. Unigestion empfiehlt ein defensiv ausgerichtetes Portfolio, mit einzelnen, risikofreudigeren Investments in Anlagen, die von der Politik der Zentralbanken profitieren. (fp)