Juristische Niederlage für Donald Trump: Ein US-Gericht hat gestattet, dass die Deutsche Bank Finanzunterlagen des US-Präsidenten an den Kongress weitergibt, berichten Spiegel Online und Handelsblatt Online übereinstimmend. Zwei von den Demokraten geführte Ausschüsse des Repräsentantenhauses hatten die Dokumente seit längerem angefordert. Trump hatte auch im Namen seiner Kinder und sieben seiner Firmen gegen diese Anordnung geklagt. 

Hintergrund ist, dass die Deutsche Bank Trump vor seiner Präsidentschaft hohe Kredite gewährt hat und deshalb im Zentrum des Interesses steht. Viele andere Institute hatten dem Immobilienunternehmer Kreditlinien verweigert. Laut einer aus dem vergangenen Jahr stammenden Statistik des Ethikausschusses des Repräsentantenhauses schuldet Trump der Deutschen Bank Trust Company Americas mindestens 130 Millionen Dollar im Zusammenhang mit Immobilienprojekten. Genauere Informationen hält er bislang unter Verschluss, berichten die Medien weiter.

Mögliche Bezüge zur Russlandaffäre
Durch die Offenlegung von Trumps Finanzen sollen auch mögliche Verbindungen nach Russland näher beleuchtet werden. Weil die Demokraten in der Russlandaffäre weiter Ermittlungen gegen den US-Präsidenten anstreben, kündigte Trump am Mittwoch an, die Zusammenarbeit mit den Demokraten beenden zu wollen.

FONDS professionell hatte bereits Anfang des Monats über das Ansinnen des US-Kongresses berichtet. Damals hatte der US-Kongress die Deutsche Bank und den Finanzkonzern Capital One vorgeladen, um die Finanzen von Donald Trump offen zu legen. Der US-Präsident hatte im Verbund mit seinen drei erwachsenen Kindern Donald Jr., Eric und Ivanka, versucht, das zu verhindern – ohne Erfolg. (fp)