Die US-amerikanische Investmentbank Moelis spart sich den Posten des Geschäftsführers in Frankfurt. Die bisherigen Leiter der Frankfurter Niederlassung, Jan Caspar Hoffmann und Stefan Müller, seien vor einiger Zeit ausgeschieden, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) unter Hinweis auf "Finanzkreise". Moelis plane jedoch nicht, die beiden Fusionsfachleute zu ersetzen. Stattdessen leiten Matthew Prest und Yorick van Slingelandt aus der Londoner Niederlassung nun den Geschäftssitz in Frankfurt. Auf der Internetseite des Instituts ist Herbert Henzler inzwischen als einziger leitender Berater für Deutschland gelistet.

Jan Caspar Hoffmann kam vor vier Jahren von der Société Générale zu Moelis. Er beriet unter anderem Siemens beim Kauf von Mendix und die amerikanische Standard Industries beim Kauf des Ziegelherstellers Braas Monier. Im Jahr 2016 kam Müller von Bank of America zu Moelis. Er begleitete etwa die Deutsche Post beim Verkauf ihrer Tochtergesellschaft Williams Lea Tag. Moelis teilte der FAZ auf Anfrage mit, das Frankfurter Büro sei auch ohne die beiden Geschäftsführer personell gut ausgestattet und voll in das globale Netz der Bank integriert.

Neue Präsenz in den Niederlanden
Prinzipiell ist laut FAZ für die Fusionsberater von Moelis, die in Sektorteams organisiert sind, nicht ausschlaggebend, wo sie arbeiten. Dennoch spielt der Rang in der Hierarchie durchaus eine Rolle, denn Kunden verlangen häufig nach einem Berater in einer Führungsposition. Während die Frankfurter Repräsentanz ohne Leitung bleibt, baut Moelis nun ein neues Büro in den Niederlanden auf. Ab Dezember wird es in Amsterdam einen Geschäftsführer geben, schreibt die FAZ. (fp)