Die US-Notenbank hat ihren Leitzins gestern (18.09.) wie erwartet um 25 Basispunkte gesenkt, der Leitzins liegt nun in einer Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent. Der Ausschuss begründete den Schritt mit "Unsicherheiten" im Ausblick für das US-Wirtschaftswachstum, berichtet Tagesschau.de. Die Zentralbank geht demnach von einer weiter "moderat" wachsenden US-Wirtschaft aus, Exporte und Investitionen seien jedoch zuletzt zurückgegangen. 

Die Entscheidung für die Zinssenkung fiel allerdings nicht einstimmig: Sieben Mitglieder votierten für die Entscheidung, drei waren aus unterschiedlichen Gründen dagegen, berichtet die FAZ. "Letztendlich interpretieren wir die Entscheidung positiv und finden es auch gar nicht schlecht, dass sich nicht alle Notenbanker über die Zinssenkung einig waren“, sagt Christian Scherrmann, Volkswirt USA bei der DWS. "Im Sinne unabhängiger Notenbankpolitik in unsicheren Zeiten war auch eigentlich nichts anderes zu erwarten.“ Präsident Trump hatte eine deutlich stärkere Zinssenkung gefordert und äußerte sich in gewohnter Twitter-Manier entsprechend negativ über die Entscheidung der Fed.

Weitere Zinssenkungen offen
Ob es weitere Zinssenkungen geben wird, ist angesichts teilweise guter aktueller Wirtschaftszahlen derzeit offen. "Unter rein fundamentalen Gesichtspunkten wäre auch die Verschiebung einer weiteren Zinssenkung auf die nächste Sitzung nachvollziehbar gewesen", sagt Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel. "Eine weitere Zinssenkung in diesem Jahr ist auf jeden Fall noch nicht sicher." (fp)