US-Präsident Trump drängt auf niedrigere Zinsen, doch die US-Notenbank bleibt standhaft: Nach dem jüngsten Treffen der obersten Notenbanker hat Fed-Chef Jerome Powell verkündet, den Leitzins unverändert in der Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent zu belassen.

Powell bestätigte damit die allgemeine Erwartungshaltung und kündigte zudem an, weiterhin "geduldig" agieren zu wollen, berichten Medien übereinstimmend. Die Märkte interpretieren diese Formulierung als deutlichen Hinweis darauf, dass die amerikanische Notenbank auch in absehbarer Zukunft keine weiteren Zinsschritte unternehmen wird. Powell nannte die wirtschaftliche Entwicklung stabil – Wachstum und Arbeitsmarkt der Vereinigten Staaten entwickelten sich besser als erwartet, die Inflation sei leicht unter den Erwartungen geblieben. 

Globale Risiken sind laut Fed gesunken
Die globalen Risiken, die man Anfang des Jahres noch ausgemacht habe, bestünden zwar fort, seien aber nach Einschätzung der Notenbanker insgesamt nicht mehr so gravierend, sagte Powell: Die Signale aus China und Europa nannte der Fed-Chef ermutigend; die Gefahr eines ungeordneten Brexits sei erst einmal abgewendet, die Gespräche im Handelsstreit zwischen China und den USA seien durchaus erfolgversprechend.

US-Präsident Trump griff den Fed-Chef erneut an und bekräftigte sein Bedauern, dass er Jerome Powell zum Nachfolger der von ihm allerdings ebenso heftig attackierten Janet Yellen gemacht hat. Den Notenbankchef beeindruckt das bislang aber offenbar wenig. (fp)