Das milliardenschwere Anleihekaufprogramm der US-Notenbank Federal Reserve neigt sich dem Ende zu. Fed-Chef Jerome Powell will noch in diesem Monat damit beginnen, die Käufe sukzessive herunterzufahren, berichten die "Tagesschau" und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) übereinstimmend. Damit verlassen die USA den Krisenmodus. Derzeit kauft die Fed jeden Monat Staatsanleihen und hypothekenbesicherte Wertpapiere in Höhe von 120 Milliarden US-Dollar.

Investoren erwarten nun mit Spannung den nächsten Schritt aus der Krise: Die Anhebung der Leitzinsen. Derzeit liegen diese in den USA noch bei 0,0 bis 0,25 Prozent. Powell sagte allerdings bereits in einer Pressekonferenz, dass er es noch nicht für angebracht halte, die Zinsen anzuheben, berichtet die FAZ. Dafür bedürfe es zunächst einer besseren Lage auf dem Arbeitsmarkt. Die Deutsche Bank erwartet erste Zinsanhebungen der Fed im Dezember 2022, andere Ökonomen erst Anfang 2023. 

Zwei Prozent Inflation und Vollbeschäftigung
Während sich die US-Wirtschaft schrittweise von der Krise erholt und Ökonomen ein Wachstum von sechs Prozent erwarten, bleibt die Inflationsrate mit 5,4 Prozent besonders hoch. An den US-Börsen kam die Drosselung der Anleihekäufe unter gleichbleibenden Zinsen gut an, die Märkte setzen ihre Rally weiter fort. (fp)