Am 3. November stimmen die US-Bürger über den nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten ab. Wäre ein demokratischer oder ein republikanischer Wahlsieger besser für die Aktienmärkte? Die Sutor Bank ist dieser Frage nachgegangen und hat sich angeschaut, wie sich der US-Aktienindex S&P 500 seit dem Jahr 1929 entwickelt hat, je nachdem welche Partei den Präsidenten stellte. Das Ergebnis zeigt, dass Anleger einigermaßen gelassen auf den Wahlausgang im November blicken können.

Seit 1929 haben in 44 Jahren die Republikaner den Präsidenten gestellt, in 48 Jahren waren es die Demokraten. Ähnlich ausgewogen präsentiert sich die Wertentwicklung des US-Aktienmarktes: 30 Jahren mit positiver Performance unter republikanischen Präsidenten stehen 37 Jahre mit Wertzuwächsen unter demokratischen Amtsinhabern gegenüber. Das Fazit der Sutor Bank: Für die Entwicklung des S&P 500 ist es egal, welcher der beiden großen Parteien der amtierene US-Präsident angehört.

Die Grenzen des mächtigsten Mannes der Welt
Der Präsident und die Parteien der Vereinigten Staaten haben grundsätzlich nur begrenzten Einfluss auf die Börsenkurse und die Wirtschaft, konstatieren die Experten der Hamburger Privatbank. "Zwar gilt der US-Präsident als Machtzentrum im politischen System der USA, doch gibt es mit dem Kongress ein klares Gegengewicht", erklären sie. In den beiden Kammern des Kongresses, dem Senat und dem Repräsentantenhaus, gibt es oft unterschiedliche parteipolitische Mehrheiten, die Kompromisse nötig machen.

Anleger sollten mit Blick auf die anstehenden Wahlen entspannt bleiben, so die Experten. "Die Auswirkungen auf die Börsen dürften kaum spürbar sein, ganz gleich, wie der nächste Präsident heißt und welcher Partei er angehört." (fp)