Der ökonomische Schaden durch das grassierende Coronavirus ist dramatisch. Ökonomen rechnen damit, dass das Wachstum in den führenden Volkswirtschaften in diesem Jahr rund um den Globus zurückgehen oder bestenfalls stagnieren wird. Besonders heftig dürfte die Corona-Pandemie wohl die USA treffen, glaubt Blackrock-Stratege Martin Lück. Dort wird die volle Wucht der Epidemie zwar erst in ein paar Wochen zu sehen sein. Die Investmentbank UBS geht aber schon jetzt davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal um zehn Prozent sinken wird.

Am Montag (23. März) hatte sich die Zahl der Infizierten in den USA im Vergleich zum Vormontag verdoppelt. sagt Lück. Die tatsächlichen Fallzahlen dürften noch höher sein, denn in den gesamten USA wurden bisher nur 254.000 Tests durchgeführt – bei einer Bevölkerung von mehr als 330 Millionen. "Die schnell steigenden Fallzahlen in den USA deuten auf einen Corona-Tsunami hin, der auf ein unzureichendes Gesundheitssystem trifft", sagt Lück. (fp)