Der Goldpreis ist seit vergangenem Sommer über viele Monate hinweg gefallen. Seit März ist aber nun eine Wende in Sicht, und der Preis klettert wieder kontinuierlich an. Viele Anleger wollen ihr Depot derzeit vor Inflation schützen und vermuten in Gold einen sicheren Hafen. Vor allem Goldaktien haben davon profitiert und legten zuletzt zu. “Obwohl es weiterer Beweise bedarf, um den Ausbruch zu bestätigen, das heißt eine anhaltende, positive Wertentwicklung, sind wir der Meinung, dass Goldaktien derzeit das Ende der jüngsten, anhaltenden Korrektur im Goldpreis widerspiegeln könnten“, kommentiert Joe Foster, Portfoliomanager und Goldstratege beim Vermögensverwalter Van Eck, in einer aktuellen Analyse.

Als Profiteur dieser Wende sieht Foster vor allem Minenbetreiber. Diese haben seit Beginn des Jahres keine einfachen Voraussetzungen: Höhere Kosten, etwa für Lizenzgebühren, Kapital für den Unterhalt der Minen, Treibstoff sowie pandemiebedingten Zusatzkosten haben die Ausgaben der Minenbetreiber erhöht. Ihr Cashflow blieb allerdings trotzdem bislang konstant, sogar im März, als der Goldpreis auf 1.700 US-Dollar je Unze gefallen war. Grund dafür ist eine bessere Kostenkontrolle als zuvor, erläutert Foster: “Die Kosten konnten begrenzt werden, da sich die Unternehmen eher auf die betriebliche Effizienz konzentrieren und weniger von Wachstum besessen sind.“

Wachstum dank neuer Technologien
Gleichzeitig konnten die Minengesellschaften neue Technologien einführen und damit die Kosten zusätzlich begrenzen, sagt der Experte. Dazu gehören zum Beispiel autonome Förder- und Transportsysteme oder neue Einrichtungen zur Erzsortierung, die Material-, Wasser- und Stromverbrauche senken können. Damit haben sie aus Fosters Ansicht den Grundstein für zukünftige Wachstumschancen gelegt. (fp)