Das Vergleichsportal Check24 mischt sich weiter in den Bankensektor ein. Nachdem Check24 bereits den Versicherungssektor ordentlich aufgemischt hat, will die Internetplattform nun das Geschäft mit Kontomanagement, Kreditvermittlung und Bezahldienstleistungen ausbauen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Das Münchener Unternehmen hat dafür bereits die entsprechenden Genehmigungen der Finanzaufsicht Bafin erhalten.

Das ermöglicht es Check24, beispielsweise einen umfassenden Kontomanager anzubieten. In diesem können registrierte Kunden sämtliche Informationen zu Strom-, Handy-, Versicherungs- und sonstigen Verträgen einsehen und verwalten. Nun sollen auch Bankkonten hinzukommen. Check24-Nutzer können dann beispielsweise über die App Überweisungen tätigen. Wie viele Kunden den Kontomanager der Münchner bereits nutzen, teilte das Unternehmen nicht mit.

EU-Richtlinie stützt Check24
Den Weg für solche digitalen Rundum-Finanzdienste hat die Europäische Union (EU) mit der Zahlungsdiensterichtlinie PSD II geebnet. Nun können auch externe Dienstleister auf Kontodaten zugreifen, wenn der Kunde den Auftrag hierzu erteilt. Einzige Bedingung: Der Finanzdienstleiter muss bei der Bafin zertifiziert sein. Viele Fachleute gehen aufgrund der neuen Richtlinie davon aus, dass der Markt der Finanzdienstleister stark wachsen wird.  (fp)