Obwohl Aktien im vergangenen Jahr im Schnitt ausgezeichnet gelaufen sind, sind sie noch nicht zu teuer, sagt Markus Richert, Berater der Vermögensverwaltung Portfolio Concept. "Es gab Zeiten, in denen sie doppelt so hoch bewertet waren wie heute", erklärt er. Gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis sind beispielsweise Dax-Aktien heute sogar günstiger als vor 40 Jahren. Behalten die Notenbanken ihre lockere Geldpolitik erwartungsgemäß bei, dürfte es 2020 an den Aktienbörsen weiter aufwärts gehen, sagt Richert.

In diesem günstigen Anlageumfeld können Investoren nicht viel falsch machen. Eigentlich können sie nur einen einzigen Fehler machen, sagt der Anlageexperte: An der Seitenlinie stehen und zuschauen, wie die Kurse an ihnen vorbeiziehen. Überhaupt nicht in Aktien investiert zu sein wäre jetzt der Kardinalfehler, mahnt Richert. "Für einen Einstieg ist es noch nicht zu spät."

Rücksetzer klug nutzen
Investoren sollten sich nicht von den Schlagzeilen der Tageszeitungen verunsichern lassen. "Sobald eine neue Krise das Tagesgeschehen bestimmt, dominieren die Verlustängste", kritisiert Richert. Langfristig orientierte Anleger sollten im aktuellen Umfeld vielmehr das Verb "verkaufen" aus ihrem Wortschatz streichen, rät er. Stattdessen können sie Kurs-Dellen dazu nutzen, spannende Aktien günstig nachzukaufen. "Anleger, die noch gar nicht in den Markt zurückgekehrt sind, sollten Rücksetzer nutzen, um überhaupt wieder ihre Aktienposition aufzubauen", rät der Vermögensspezialist. (fp)