Wer große Erwartungen hat, läuft Gefahr, enttäuscht zu werden. Das gilt 2019 auch für Anleger, sagt Patrick Cettier, geschäftsführender Partner der Zürcher Vermögensverwaltung Prio Partners. Aktieninvestoren mussten zwar zuletzt bereits herbe Rückschläge hinnehmen. "Sollte sich die Geschichte wiederholen und auch die Gewinnmargen eine Korrektur durchlaufen, dann besteht für den breiten Markt aber immer noch Enttäuschungspotenzial", so Cettier.

Nach den Korrekturen im vergangenen Jahr sind Investoren mit einem heftigen Kater ins Jahr 2019 gestartet. Mittlerweile hat die Entspannung im Handelskonflikt zwischen China und den USA die leise Hoffnung geweckt, dass das laufende Jahr besser werden könnte als das vergangene. "Wir trauen dem Frieden aber noch nicht ganz", sagt Cettier.

Bei den Verlierern zugreifen
Der Vermögensverwalter rät, von Anlagen Abstand zu nehmen, die weiterhin hohe Erwartungen erfüllen müssen. Das Potenzial für erneute Enttäuschungen ist zu groß. "Es erscheint uns ratsamer, sich auf jene Anlagen zu fokussieren, die keine oder nur noch niedrige Erwartungen zu erfüllen haben", sagt er. Von zu hoch bewerteten Titeln sollten Investoren also besser die Finger lassen. (fp)