Der Demokrat Joe Biden war mit einem ambitionierten Umwelt- und Klimaschutzprogramm in den Wahlkampf gestartet. Viele fragten sich, ob er seine Versprechen würde halten können. Momentan sieht es ganz danach aus: In seiner Funktion als US-Präsident will Biden jetzt Billionen in den Klimaschutz und eine umweltfreundliche Wende der US-Wirtschaft investieren. Davon profitieren nicht nur US-Unternehmen, sondern auch deutsche Firmen, die auf umweltfreundliche Produkte spezialisiert sind, schreibt der Kölner Finanzmarktexperte Uwe Zimmer in einem aktuellen Kommentar. 

Für Investoren bietet der grüne Boom spannende Einstiegschancen. Doch wer auf steigende Kurse hofft, sollte besser nicht auf Unternehmen setzen, die am offensichtlichsten von der nachhaltigen Wende profitieren, rät Zimmer: "Viele Aktien von als Umbau-Gewinnern gehandelten Branchen haben bereits stark zugelegt." Gerade die Kurse von Unternehmen, die an der Energiewende beteiligt sind, haben eine grünere Umweltpolitik längst eingepreist, sagt der Experte. Dazu gehören etwa Wasserstoffunternehmen, Windenergiefirmen sowie ihre Zulieferer, außerdem Hersteller von Solarpaneelen, Batterien und Elektroautos.

Landwirtschaft und Bau als Geheimtipp
Der Profi rät Anlegern auf der Jagd nach Erträgen den Einstieg "in Branchen, die nicht so ganz direkt mit dem Thema Klima in Verbindung gebracht werden." Das seien allen voran die Landwirtschaft und die Baubranche. Zimmer sieht besonders großes Wachstumspotenzial bei Herstellern von Landwirtschaftsmaschinen und Farming-Robotern, ebenso wie bei der energieeffizienten Ausstattung von Gebäuden. "Firmen mit dem entsprechenden Knowhow werden gefragt sein, als Berater wie als Ausführende." (fp)