Tesla-Chef Elon Musk hat sich auf Twitter einmal mehr zum Bitcoin geäußert. Erst hatte er erklärt, der Elektroautohersteller nutze die Kryptowährung, um Cash zu halten. Dann wollte Tesla Bitcoin auch als Zahlungsmittel akzeptieren, dann doch nicht, jetzt aber vielleicht doch wieder, so der jüngste Spin: Nämlich dann, wenn mindestens 50 Prozent der Energie, die für das Schürfen der digitalen Münzen aufgewendet wird, aus erneuerbaren Quellen stammt. Zwischen den einzelnen Tweets verzeichnete die weltgrößte Digital-Devise massive Kursschwankungen. "Elon, dem Spielkind, mag das gefallen – vielen Anlegern eher nicht", stellt Uwe Zimmer fest, Geschäftsführer von Z-Invest in Köln.

Die enorme Volatilität des Bitcoin zeigt nach Zimmers Einschätzung, dass der Markt für Krypto-Assets trotz des explodierenden Anlegerinteresses noch weit davon entfernt ist, eine gewisse Reife erreicht zu haben. Der Einfluss, den Musks Tweets zuletzt auf den Bitcoin-Preis hatten, zeigt: "Der Markt für Kryptowährungen ist immer noch ein Spielplatz für Nerds und Wale, wie die Besitzer großer Mengen Bitcoin genannt werden", sagt Zimmer. "Noch immer schaffen es einzelne Meldungen, die Stimmung zu drehen, Kurse in den Himmel oder auch in die andere Richtung zu schleudern." Die Risiken sind also enorm. Die Renditechancen sind es aber ebenfalls.

Mit den Walen schwimmen
Viele Anleger dachten, dass sich die Schwankungen auf dem Krypto-Markt mit dem Einstieg großer Banken und anderer institutioneller Investoren etwas abschwächen würden. Sie haben allerdings verkannt, welche Absicht hinter dem Einstieg steckte, glaubt der Kölner Vermögensprofi: Institutionelle wollen Geld verdienen, und ein Markt mit extremen Schwankungen bietet ihnen dafür exzellente Gelegenheiten. Tatsächlich haben die "Wale" in den jüngsten Turbulenzen ihre Bitcoin-Bestände ausgebaut, berichtet Zimmer. Privatanleger sollten im Krypto-Markt nicht versuchen, gegen die Großen zu kämpfen, rät er – sondern besser mit ihnen schwimmen. (fp)