Investoren suchen immer wieder nach neuen Trends, um am Kapitalmarkt Gewinne zu erzielen. Während professionelle Investoren stärker abwägen und sich ausgiebig informieren, neigen private Anleger dazu, Trends hinterherzulaufen, sagt Helge Müller, Chefanlagestratege bei Genève Invest in Genf und Luxemburg. Er rät Anlegern darum, der Masse nicht blind zu vertrauen. Besser sei es, Abstand von der Modeerscheinung zu nehmen.

"Die Gier, gepaart mit einer gewissen Euphorie sowie der Angst, nicht dabei zu sein und damit 'sichere' Vermögenszuwächse zu verpassen, können leicht zu einer Spekulationsblase führen", warnt Müller. Und platzt eine Blase, ist es mit der Euphorie schnell vorbei. Oder wie der Vermögensprofi Müller es ausdrückt: "Ist ein Trend in aller Munde, ist es meistens auch schon zu spät, von diesem Trend am Markt zu profitieren."

Private Anleger verkaufen zu früh
Andererseits neigen private Anleger laut Müller häufig dazu, Gewinne zu früh mitzunehmen und nach kleinsten Kursanstiegen zu verkaufen. "Dabei wird natürlich übersehen, dass die Mittel zur Ertragsgenerierung erneut investiert werden müssen, und die vermeintliche Sicherheit damit nur sehr vorübergehend ist", sagt Müller. Dennoch versucht er, Anleger zu beruhigen: "Den idealen Zeitpunkt für den Ein- und Ausstieg werden Sie leider nie finden." (fp)