Der aktuelle Außenwert des US-Dollars  hat großen Einfluss auf die Performance regionaler Aktienmärkte. Das sagt Stephan Albrech von der Albrech & Cie. Vermögensverwaltung in Köln. Anleger sollten sich bei ihren Investmententscheidungen deshalb auch am sogenannten US-Dollar-Index orientieren. Er misst die Entwicklung der Welt-Leitwährung gegenüber einem Korb anderer Währungen. Der Euro-Dollar-Kurs hat im Index ein Gewicht von rund 60 Prozent. 

Steigt der US-Dollar-Index, dann zeigt das auch an, dass sich der US-Markt besser entwickelt als die Aktienmärkte im Rest der Welt. Fällt er, verhält sich die Sache umgekehrt. Vergleicht man die Entwicklung des Index mit der Performance von Indexfonds auf den S&P 500 und auf den Rest der Welt, dann offenbart sich ein interessanter Zusammenhang: "Als der Dollar im Zenit der Krise Mitte 2008 förmlich explodierte, schob das den US-amerikanischen Markt viel stärker an als den Rest der Welt", berichtet Albrech. Auch im Jahr 2014, als der US-Dollar einen Lauf hatte, zogen US-Aktien viel stärker an als jene in Europa und im Rest der Welt. Die US-Aktien-Outperformance hielt bis ins Jahr 2017.

Erst Europa, dann Asien
Konsequenz aus der Analyse: "Anleger sollten in den USA investieren, wenn der Dollar-Index Stärke zeigt", sagt Albrech. Mit dieser Strategie könnten sie zusätzlich zu Kursgewinnen auch Währungsgewinne einstreichen, wenn der US-Dollar im Verhältnis zum Euro weiter zulegt. Fällt der Dollar-Index dagegen, sind Investoren mit Aktien-Investments im Rest der Welt besser bedient. "Dabei sollten die Schwerpunkte allerdings zuerst in Europa und danach in Asien liegen", erklärt der Vermögensprofi. (fp)