Das Bauchgefühl ist oft ein guter Ratgeber. Nicht aber, wenn es um das Thema Geldanlage geht, erläutert Gerd Häcker, geschäftsführender Gesellschafter der Vermögensverwaltung Steinbeis & Häcker in einem aktuellen Marktkommentar. "Im Portfoliomanagement haben wir es laufend mit Entscheidungen zu tun. Die genauen Trefferquoten unserer Entscheidungen sind wegen vieler Unwägbarkeiten nicht exakt zu prognostizieren", erklärt er. Daher sei der wertorientierte, langfristige Investor im Vorteil, der genau weiß, was der faire Wert seiner Anlagen ist.

Dabei verweist der Vermögensprofi auf die Risikoprofile von Value-Titeln: "Value-Investoren ist es möglich, Anlagen zu finden, bei denen der Ertrag durchaus drei- bis viermal so hoch liegen kann als das einkalkulierte Risiko." Wer sich um eine sorgfältige Fundamentalanalyse bemüht, dürfte mit einer besseren Ertrags-Trefferquote belohnt werden als bei anderen Investments, meint Häcker. "Die Chancen auf eine systematische und substanzielle Kapitalvermehrung wächst damit deutlich."

Rechtzeitig aufstocken
Wer diese Ratschläge befolgt, kann aus Sicht des Experten seine Erträge nur noch durch intuitiv getroffene Entscheidungen zu Einzelanlagen ruinieren. Kommt diese Erkenntnis mal zu spät, sollten Anleger handeln: "Falls sich Portfolios durch Fehlentscheidungen negativ entwickeln, sollten die Verantwortlichen ihre Risikoeinsätze immer reduzieren, um das eingesetzte Kapital zu schützen", empfiehlt Häcker. Entwickelt sich der Wert des Portfolios gut, sollten Anleger den Einsatz seiner Ansicht nach dagegen erhöhen. (fp)