Es bleibt vorerst ruhig an den Märkten. Davon ist zumindest die Mehrheit der unabhängigen Vermögensverwalter überzeugt. Für den Profi-Börsentrend befragt die DAB BNP Paribas regelmäßig rund 30 Finanzprofis nach ihrer Einschätzung über die zukünftige Entwicklung der Aktienmärkte. Das Ergebnis: 54 Prozent aller Befragten rechnen mit einer ruhigen Börse, rund ein Drittel geht sogar von steigenden Märkten bis September aus. Nur 13 Prozent sind in Bärenstimmung.

Fragt man nach den Gründen für die Zuversicht, verweisen Finanzprofis auf die Niedrigzinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve. Sie werde auch im dritten Quartal ihre positive Wirkung auf die Märkte nicht verfehlen, ist Michael Dutz, Vorstand bei Adlatus, überzeugt. Rückenwind erwartet er vor allem aus dem Weißen Haus: "Donald Trump ist seit nunmehr zweieinhalb Jahren im Amt und kein Amtsinhaber vor ihm hat so viel direkten Einfluss auf die Kapitalmärkte genommen", sagt er.

Anleihen sind unattraktiv
Der US-Präsident wolle Macht demonstrieren, sei es im Handelsstreit mit China oder im Konflikt mit Nordkorea. Doch bei Verhandlungen das Maximum herauszuholen, kostet Zeit. "Da die Kapitalmärkte sofort und hektisch auf jede negative Nachricht reagieren, musste er die Anlagealternative Zinsen unattraktiv machen und die US-Notenbank Fed dazu bringen, die Zinsen zu senken – mit Erfolg", erklärt Dutz. Für Investoren bedeutet das: An Edelmetallen, Aktien und Immobilien führt auch in Zukunft kein Weg vorbei. (fp)