Die Europäische Zentralbank und die Bank of Japan seien an der Grenze für weitere geldpolitische Stimuli angelangt, meint David Bloom, Währungsexperte bei der britischen Großbank HSBC. "Die große Dollar-Rally ist vorbei", sagte Bloom zu Bloomberg. Die US-Notenbank müsse inzwischen geldpolitisch gegensteuern, und die anderen Notenbanken könnten nicht weiter lockern. Für den US-Dollar erwartet der Experte eine weitere Abschwächung auf 115 Yen und auf 1,20 Dollar zur europäischen Gemeinschaftsdevise.

"EZB hat viel versprochen, aber was haben wir bekommen?"
Die EZB hatte ihre Stimulusmaßnahmen am 3. Dezember bis zum März 2017 verlängert und zugleich den Einlagensatz um zehn Basispunkte auf minus 0,3 Prozent gesenkt. Damit hatte EZB-Chef Mario Draghi den Markt insgesamt enttäuscht, was den Euro anschließend so stark wie zuletzt 2009 ansteigen ließ.

Laut Bloom zeige das, dass es bei der Fähigkeit von Notenbanken zur Steuerung des Devisenkurses Grenzen gebe. So habe die EZB "sehr viel versprochen, aber was haben wir bekommen?", fragte Bloom. Der Markt habe die Senkung und die Verlängerung enttäuscht aufgenommen – "aber viel mehr kann die EZB nicht machen" (mb/Bloomberg)