Warren Buffett hat ein Luxusproblem: Seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway sitzt auf einem Bargeldberg von nicht weniger als 116 Milliarden US-Dollar (94 Mrd. Euro) und sucht deshalb händeringend nach geeigneten Anlageobjekten. Zuletzt wurde Buffett ein latentes Interesse an deutschen Mittelstandsunternehmen angedichtet. Doch wie schon in der Vergangenheit weiß der 87-Jährige erneut zu überraschen.

BHHS, die Immobiliensparte von Berkshire Hathaway, geht eine Franchise-Vereinbarung mit der Berliner Maklergesellschaft Rubina ein, wie das US-Unternehmen am Montag mitteilte. Und das ist erst der Anfang. Es sei der erste internationale Vertrag von BHHS, sagte deren Chef Gino Blefari laut einem Bericht auf "Tagessschau.de": "Wir werden in den kommenden Monaten Kontakte zu weiteren renommierten Immobilienagenturen in Europa, Asien, Nordamerika und darüber hinaus zu Franchisenehmern knüpfen." Zu den finanziellen Konditionen des Rubina-Deals äußerten sich die beiden Unternehmen nicht.

Bekannt ist nur soviel: Rubina Real Estate vermittelt hochpreisige Wohnungen an ausländische Investoren und konzentriert sich dabei auf Berlin. Seit seiner Gründung im Jahr 2011 hat das Maklerunternehmen, das ab April unter dem Namen "Berkshire Hathaway Home Services Rubina Real Estate" firmieren wird, nach eigenen Angaben bereits Wohnungen im Wert von rund 600 Millionen Euro überwiegend an Kunden aus China, Indien und dem Nahen Osten verkauft. Mit der Franchisevereinbarung zu BHHS will Rubina sein Netzwerk in die USA ausdehnen. "Rubina Real Estate ist ein Marktführer und hervorragend aufgestellt in Berlins boomendem Immobilienmarkt", schwärmt der Buffett-Gesandte Blefari. (ps)