Bitcoin steht langfristig erneut auf dem Prüfstand – auch wegen möglicher Risiken durch künftige Quantencomputer. Darauf weist Van-Eck-Chef Jan van Eck hin, der in der "CNBC"-Sendung "Power Lunch" die Frage aufwarf, ob das Bitcoin-Netzwerk ausreichend Verschlüsselung und Datenschutz bietet.

Die Diskussionen innerhalb der Bitcoin-Community drehen sich laut van Eck um mehr als nur kurzfristige Marktschwankungen. "Es gibt noch etwas anderes innerhalb der Bitcoin-Community, das Nicht-Krypto-Leute wissen sollten", erklärte er.

Auch Rückzug von Bitcoin möglich
Van Eck betonte, dass sein Unternehmen Bitcoin nach denselben Kriterien bewertet wie traditionelle Vermögenswerte. "Letztlich gab es Van Eck schon vor Bitcoin. Wir werden uns von Bitcoin zurückziehen, wenn wir der Meinung sind, dass die These grundlegend falsch ist", sagte er. "Wir glauben das derzeit nicht, aber man muss sich die zugrunde liegende Technologie und die Kryptowährung immer ansehen."

Fragen zu Verschlüsselung und Privatsphäre
Van Eck stellte mit seinen Aussagen die Grundlagen in Frage, die die langfristige Tragfähigkeit des Netzwerks sichern: die Stärke seiner Kryptografie, die Vorbereitung auf Fortschritte bei Quantencomputern – und die Frage, ob das Bitcoin-Modell für Privatsphäre den Erwartungen der Nutzer entspricht. Zentral seien inzwischen die Fragen, ob Bitcoin "ausreichend Verschlüsselung" und "genug Privatsphäre" biete.

Steigendes Interesse an Zcash in der Bitcoin-Community
Van Eck sagte gegenüber "CNBC", dass einige langjährige Bitcoin-Halter und sogenannte "Maxis" ("Bitcoin Maximalists") begonnen hätten, sich mit Zcash zu beschäftigen – "so etwas wie eine Art Bitcoin, aber mit viel mehr Privatsphäre". In der Bitcoin-Community bezeichnet man als "Maxis" Personen, die überzeugt sind, dass Bitcoin die einzig relevante oder einzig legitime Kryptowährung ist.

Die Transparenz der Bitcoin-Blockchain könne mit steigenden Erwartungen an Transaktionsvertraulichkeit kollidieren. "Wenn man auf der Bitcoin-Blockchain Geld bewegt, kann man es sehen", sagte er. "Man kann sehen, wie es von einer Wallet zur anderen wandert." (mb)