Der iShares Bitcoin Trust ETF (IBIT) von Blackrock verzeichnet die längste Serie wöchentlicher Mittelabflüsse seit seiner Einführung im Januar 2024 – ein Hinweis darauf, dass das institutionelle Interesse an der größten Kryptowährung der Welt trotz stabilisierter Preise gedämpft bleibt.

Anleger zogen in den fünf Wochen bis zum 28. November mehr als 2,7 Milliarden US-Dollar aus dem ETF ab, wie aus von der Nachrichtenagentur "Bloomberg" zusammengestellten Daten hervorgeht. Mit weiteren Rücknahmen in Höhe von 113 Millionen US-Dollar am Donnerstag (4.12.) steuert der Fonds nun auf die sechste Woche in Folge mit Nettoabflüssen zu.

71 Milliarden US-Dollar Anlagevermögen – trotzdem rückläufige Nachfrage
Der iShares Bitcoin Trust ETF verwaltet mehr als 71 Milliarden US-Dollar und gilt als wichtiges Vehikel für traditionelle Investoren, die ein Engagement in Bitcoin suchen – eine Entwicklung, die auch hierzulande sichtbar wird, wo etwa die Hypovereinsbank im Sommer dieses Jahres ein Garant-Zertifikat auf den IBIT-Fonds für ihre UHNW-Klientel aufgelegt hat. Die anhaltenden Abflüsse fallen in eine Phase, in der Bitcoin nach einem massiven Liquidationsereignis Anfang Oktober in einen Bärenmarkt überging – ein Ereignis, das über eine Billion US-Dollar an Krypto-Marktwert vernichtete.

Erholung des Bitcoin-Kurses ändert Trend bislang nicht
Obwohl Bitcoin sich in dieser Woche etwas erholt hat, zeigen die weiter anhaltenden ETF-Abflüsse, wie sich die Marktstimmung verschoben hat – in einem Markt, der lange Zeit vom Momentum geprägt war.

Der Trend markiere "eine deutliche Umkehr der zuvor anhaltenden Zuflüsse, die den Preis zu Beginn des Jahres unterstützt haben, und spiegelt eine Abkühlung neuer Kapitalallokationen in den Vermögenswert wider", schrieb die Blockchain-Analysefirma Glassnode in einer aktuellen Notiz. (mb/Bloomberg)