An den Kapitalmärkten gibt es im Wesentlichen zwei Wertpapierarten: Aktien (Eigenkapital) und Anleihen (Fremdkapital), wobei der Anleihen- deutlich größer ist als der Aktienmarkt. Während das ausstehende Volumen aller festverzinslichen Wertpapiere bei mehr als 100 Billionen US-Dollar liegt, lag die Marktkapitalisierung aller Aktienmärkte Ende 2018 bei etwa 70 Billionen US-Dollar.

Vor allem im angelsächsischen Raum wurde im Lauf der Zeit eine sehr große Anzahl unterschiedlicher Finanzierungsinstrumente entwickelt. Während es dem Emittenten stets darum geht, so wenig wie möglich für das benötigte Fremdkapital zu bezahlen, streben die Käufer der Schuldpapiere das Gegenteil an. Das Resultat ist ein sehr breites Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten bei Anleihen. Von der "Plain-Vanilla-Anleihe", also einem Papier, das über eine fixe Laufzeit eine fixe Verzinsung bietet, bis hin zu Bondvarianten, die eher Aktien ähneln und ähnlich riskant sind, reicht die Bandbreite.

Diese Vielfalt verlangt Rentenfondsmanagern sehr viel Fachwissen ab, ermöglicht es ihnen aber auch, ihren Fonds sehr unterschiedliche Ertags-/Risiko-Profile zu verleihen. Um die unterschiedlichen Strategien zu verstehen und interessierten Kunden erklären zu können, ist es für Berater sinnvoll und notwendig, einen Überblick über die "bunte Welt der Anleihen" zu haben. Testen Sie, wie sattelfest Sie in diesem Themenbereich sind!