Das Jahr 2019 ist noch jung, verheißt aber bereits jetzt nichts Gutes für Hedgefonds-Manager. Neue Portfolios gehen – so sie denn überhaupt das Licht des Marktes erblicken – in einem Umfeld an den Start, das so schlecht ist wie kaum je zuvor, heißt es von Bloomberg. Nur die hauptberuflichen Fundraiser von Woodline Partners, gegründet von den früheren Citadel-Managern Michael Rockefeller und Karl Kroeker, haben bislang mehr als eine Milliarde US-Dollar an Kapitalzusagen einholen können. Die meisten neuen Hedgefonds starten mit weniger als der Hälfte davon.

Im vergangenen Jahr hatten Neugründungen zum Teil Zusagen in Höhe von mehreren Milliarden Dollar. Im laufenden Jahr sieht es deutlich schlechter aus. Die Zahl der neuen Hedgefonds dürfte 2019 denn auch so niedrig liegen wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr, prognostizieren Marktbeobachter. "Man muss nahezu verrückt sein, um in diesem Umfeld einen Hedgefonds zu starten", zitiert Bloomberg beispielsweise die Branchenkennerin Ilana Weinstein.

Das Sterben ist noch nicht vorbei
Hedgefonds hatten es bereits im vergangenen Jahr nicht leicht, viele Vehikel gingen pleite. Im Gesamtjahr 2018 verzeichneten allein europäische Hedgefonds Mittelabflüsse in Höhe von rund 13 Milliarden Dollar. Beobachter prophezeien der Branche auch in den kommenden Jahren eine nachhaltige Konsolidierung. Über kurz oder lang werden Tausende kleinerer Hedgefonds vom Markt verschwinden, sagt Branchenkennerin Leda Braga von Systematica Investments in Genf. Als Grund dafür nennt sie unter anderem den globale gestiegenen regulatorischen Aufwand.

Woodline Partners, der größte Geldmagnet dieses Jahres, wird laut Bloomberg voraussichtlich im dritten Quartal an den Start gehen und sich auf Aktien aus der Gesundheits- und Technologiebranche fokussieren. Später im Jahr könnte laut Brancheninsidern ein weiteres großes Vehikel öffnen, gegründet von Craig Fleskin und Peter Fleiss, Ex-Mitarbeiter von Highfields Capital Management. (fp)