Im Handelsstreit zwischen den USA und China taucht seit etwa einem Jahr auch die Befürchtung auf, dass China damit beginnen könnte, US-Staatsanleihen in größerem Stil zu verkaufen, um das Land unter Druck zu setzen. Seither wird dieses Thema immer wieder diskutiert, wobei ein zentrales Gegenargument darin besteht, dass sich China selbst massiv schaden würde, käme es infolge von größeren Verkäufen zu Kursverlusten. In diesem Zusammenhang ist ein Blick darauf, wer US-Staatsanleihen hält, interessant.

Das Volumen der ausstehenden US-Staatsanleihen wird aktuell auf rund 21,97 Billionen US-Dollar beziffert, was einem historischen Höchststand entspricht. Diese Papiere stecken in einer Unzahl von Portfolios in aller Welt, wobei der Großteil davon in den USA liegt. Allein die US-Regierung selbst beziehungsweise Ministerien, Institutionen und auch die US-Notenbank sowie die Bundesstaaten und lokale Regierungen halten mit 8,8 Billionen US-Dollar fast 40 Prozent der Anleihen.

Amerikanische Investment- und Pensionsfonds besitzen rund 13,5 Prozent des Gesamtvolumens oder etwa drei Billionen US-Dollar. In Summe halten Amerikas Privatanleger direkt oder indirekt etwa 7,6 Billionen US-Dollar in Anleihen der USA. Bei US-Banken liegen hingegen nur rund 3,5 Prozent des ausstehenden Volumens, das sind weniger als 800 Milliarden US-Dollar. Im Ausland liegt die Verschuldung in Form von Staatsanleihen etwa bei 6,3 Billionen US-Dollar beziehungsweise  28,5 Prozent des Gesamtvolumens.

Wie sich dieser Betrag verteilt, haben die Macher der Internetseite "howmuch.net" unter Zuhilfenahme von Daten des amerikanischen Treasury Departments (Stand April 2019) ermittelt – klicken Sie sich einfach durch unsere Bildergalerie oben. (gf)