Die Generali Deutschland startet im Rahmen ihrer Smart-Insurance-Initiative mit der nächsten Generation von "Vitality". Das ist ein Programm, mit dem Kunden von Lebensversicherungen per Punktekatalog zu gesundheitsbewusstem Verhalten motiviert werden (FONDS professionell ONLINE berichtete). Wer zum Beispiel Sport treibt, sich gesund ernährt oder an Vorsorgeuntersuchungen teilnimmt, wird in Form von Gutscheinen und Rabatten auf Produkte attraktiver Handelspartner oder mit einer Reduzierung des Versicherungsbeitrags, falls die Vitality-Mitgliedschaft direkt an eine Police gekoppelt ist, belohnt.

Neuerdings lässt sich das Programm über eine intuitive App steuern und bietet mit dem Feature "Vitality Challenge" die Möglichkeit, jede Woche beim Erreichen von bestimmten Fitnesszielen Belohnungen einer noch größeren Zahl von Partnern zu erhalten. Hinzu kommt der neue Apple-Watch-Vorteil für Vitality-Mitglieder: "Durch regelmäßige Bewegung ist eine Rückerstattung von insgesamt bis zu 480 Euro für eine erworbene Apple Watch möglich, wenn das Mitglied über 24 Monate seine Fitnessziele erreicht", erklärt Astrid Koida, Leiterin der Vitality Deutschland GmbH. Zum Hintergrund: Der Fitnesstracker (Serie 5) kostet zwischen 430 und 1.500 Euro.

Gesundheitsrisiken vorbeugen und dabei Vorteile genießen
Mit dem Programm will Generali sein weltweites Ziel, Life-time Partner für seine Kunden zu sein, mit zeitgemäßen Technologien unterstützen. 40 Prozent der Männer und 44 Prozent der Frauen in Deutschland bewegen sich zu wenig, wie eine Studie des Instituts Rand herausfand. Jeder Mensch könne durch bewusstes Verhalten gesünder und damit länger leben, ist Koida überzeugt. Das Vitality-Programm sei für alle Kunden freiwillig. Jeder, der die entsprechenden Versicherungen abschließt, kann unabhängig von Alter und Gesundheitszustand teilnehmen (Monatsbeitrag: fünf Euro). In keinem Fall komme es zu Bestrafungen oder Preiserhöhungen.

"Wir setzen auf Prävention, Partnerschaft und Unterstützung für unsere Kunden statt nur auf Schadenregulierung und erfinden damit die Versicherung ein Stück weit neu", sagt Giovanni Liverani, Vorstandsvorsitzender der Generali Deutschland. Dem Zeitgeist entsprechend erfülle man die Erwartungen der Kunden an innovative, einfache und empathische Interaktion. "Digitale Lösungen und smarte Technologien helfen, das Leben unserer Kunden zu verbessern und zu schützen, indem wir Risiken vorbeugen", so der CEO weiter.

Beim Vitality-Programm bestimmen die Kunden über ihre Daten und damit über den Grad der Individualisierung, erklärt Liverani. Man erfülle dabei höchste Datenschutzanforderungen. Die Daten gehen an die Generali Vitality GmbH – eine rechtlich separierte Einheit des Konzerns. Die Versicherer der Generali in Deutschland hätten zu keiner Zeit Zugriff auf diese Daten, sie bekämen lediglich den Status aus den gesammelten Vitality-Punkten mitgeteilt.

Einzug in PKV scheitert noch am Datenschutz
Dennoch bleibt das Programm vorerst nur auf Biometrie-Produkte der Lebensversicherung begrenzt – auch im Maklervertrieb. Die Ausweitung auf die private Krankenversicherung (PKV) zieht sich weiter hin. Das werde "im Rahmen der klaren Vorgaben des Gesetzgebers erfolgen", so Koida. Das zieht sich hin. Die nötigen Gesetzesvorhaben zum Datenschutz bei der Weitergabe von Gesundheitsdaten seien noch nicht umgesetzt, heißt es. Die Smart-Insurance-Initiative der Generali umfasst weitere digitale Produkte im Bereich Telematik (Kfz), Smart Home (Hausrat) und ID-Protect (Rechtsschutz). (dpo)