Als die Journalisten und Gründer des Wall Street Journals, Charles Dow und Edward Jones, Ende des 19. Jahrhunderts die Idee hatten, einen "Index" der wichtigsten börsennotierten amerikanischen Industrieunternehmen zu entwickeln, gab es noch nicht die heutigen ausgefeilten Methodologien zur Berechnung von Aktienindizes. Aus diesem Grund steckt hinter der Zahl, die man hört, wenn vom "Dow" die Rede ist, ein sogenannter Kursindex, der weder Dividenden noch Bezugsrechte berücksichtigt und auch nicht auf die Markt-Kapitalisierung eingeht. Anfangs wurden einfach die Kurse der zwölf enthaltenen Aktien, das waren jene Unternehmen mit dem damals höchsten Börsenwert, addiert und die Summe durch zwölf dividiert.

Seither ist viel passiert, und hätte man den Dow nicht an die wirtschaftliche Entwicklung angepasst, gäbe es ihn gar nicht mehr. Die Summe der Kurse wird nicht mehr durch die Anzahl der Aktien, sondern durch einen Divisor geteilt, der Divisor ändert sich mit der Zusammensetzung des Index. Damit sollen die im Zeitverlauf entstehenden Verzerrungen verringert werden, zur Gänze kann dies aber nie gelingen. So betrachtet sind auch alle historischen Analysen zu Aktieninvestments, die hundert und mehr Jahr zurückreichen, nur bedingt aussagekräftig.
 
In der Finanzberatung agiert man im Normalfall mit langen Zeiträumen, daher ist es sinnvoll zu wissen, wie sich die Märkte im historischen Verlauf entwickelt haben. In unserem Test können Sie überprüfen, wie es um Ihr Wissen hinsichtlich das bekanntesten Börsenbarometers der Welt bestellt ist. (gf)

 

 

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