Aus dem institutionellen Bereich sind Smart-Beta- oder Strategic-Beta-Investments nicht mehr wegzudenken. Seit Finanzwissenschaftler entdeckt haben, dass man durch eine höhere Gewichtung einzelner Aktiengruppen, die besondere Eigenschaften aufweisen, mehr verdienen kann als mit der traditionellen Kapitalisierungsgewichtung, hält dieser Siegeszug an.

Technisch gesprochen handelt es sich hier um Marktanomalien, die sich daraus ergeben, dass die Märkte bestimmte Unternehmen systematisch anders bewerten als den Gesamtmarkt. Ein Beispiel wäre der Small-Cap- oder Size-Faktor, bei dem es sich um das Phänomen handelt, dass Unternehmen mit unterdurchschnittlicher Marktkapitalisierung – statistisch betrachtet – langfristig höhere Renditen bringen als Aktien mit hohem Börsenwert.

Mehrheitlich werden diese Konzepte in Gestalt von ETFs angeboten, die versuchen, auf diese Weise ein vorteilhaftes Ertrags-Risiko-Verhältnis zu schaffen. Für den Teil des Finanzvertriebs, der ausschließlich aktive Fonds vermittelt, spielen diese Produkte daher keine zentrale Rolle. Berater, die auch ETFs einsetzen, kommen an dem Thema hingegen nicht vorbei. Aber egal, ob man Smart-Beta-Konzepte in der Finanzberatung einsetzt oder nicht – um für Kundenfragen gewappnet zu sein, ist die Beschäftigung damit unumgänglich. Unser Quiz zeigt, wie sattelfest Sie sind, wenn es um Faktorinvestments geht. Die Redaktion wünscht viel Erfolg! (gf)