Emerging Markets sind für Anleger eine attraktive Anlagemöglichkeit: Eine junge Bevölkerung und eine schnell wachsende Wirtschaft erleichtern den Unternehmen die Gewinnmaximierung. Doch auf diese Aspekte allein dürfen sich Investoren nicht verlassen, sagt Michael Altintzoglou, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter Flossbach von Storch. "Aus unserer Sicht hat die 'Governance' oder Führungs-Struktur von Staaten und Unternehmen einen maßgeblichen Einfluss auf die langfristige Wertentwicklung für Anleger", erklärt der Vermögensprofi.
 
Bei der Titelauswahl fokussiert Flossbach von Storch daher besonders Länder mit einem tragfähigen Wachstumsmodell und sinnvollen institutionellen Rahmenbedingungen. "Auf Unternehmensebene achten wir darauf, dass die Interessen der Minderheitsaktionäre und weiterer Anspruchsgruppen wie Lieferanten oder Mitarbeiter berücksichtigt werden", ergänzt Altintzoglou. Ebenfalls wichtig sei eine transparente Informationspolitik. Staatsnahe Unternehmen, wie es sie in Schwellenländern besonders häufig gibt, erfüllen diese Kriterien aus Sicht des Experten nicht.

Qualität und Streuung
Ebenso wie bei Unternehmen westlicher Industrienationen sei außerdem die Qualität des Unternehmens besonders wichtig. Diese machen die Flossbach-Experten anhand von Kriterien wie einem transparenten Geschäftsmodell, nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen, einer robusten Bilanz sowie einer hohen Vorhersehbarkeit der Umsatz- und Gewinnentwicklung aus. Alles in allem bleibt aber auch bei der sorgfältigsten Titelauswahl der Leitsatz bestehen: Nicht alle Eier in einen Korb legen. Altintzoglou empfiehlt daher, in unterschiedliche Länder, Branchen und Währungsräume zu diversifizieren. (fp)