Das gelbe Edelmetall legt laut den Experten vom Vermögensverwalter Wisdom Tree derzeit ein seltsames Verhalten an den Tag: Eigentlich sollte der starke Inflationsanstieg dafür sorgen, dass Gold bei einem Preis von über 2.000 US-Dollar pro Feinunze notiert. In Wahrheit pendelt der Preis aber um die Marke von 1.785 US-Dollar. "Gold ist im Vergleich zu unserer Modellprognose derzeit unterbewertet", schreiben die Wisdom-Tree-Experten. Laut dem Modell der Rohstoff-Profis hätte der Goldpreis im Juli 2021 eigentlich um fast zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen sollen. Tatsächlich ist er jedoch um acht Prozent gefallen.

"Wenn das Verhalten von Gold zurückschnellt, besteht Aufwärtspotenzial für das Metall", prognostizieren die Experten. Selbst im Konsensszenario, in dem es Gegenwind durch Inflationsabschwächung und steigende Staatsanleiherenditen gibt, sollten die Goldpreise gegenüber dem heutigen Niveau steigen, heißt es in der Analyse. Bereits in der Vergangenheit hatte Gold kurzfristige Abgänge häufig korrigiert. (fp)