Der Boom auf dem deutschen Immobilienmarkt hält an: Seit Jahresbeginn haben sich die Preise erneut deutlich verteuert. Ein Ende des Aufstiegs ist nicht in Sicht. Kaufinteressenten müssen sich also weiterhin auf höhere Preise einstellen. Das zeigt eine Studie der Vermittlungsplattform Immoscout24. Demnach sind gerade Eigentumswohnungen in Großstädten von den Preissprüngen betroffen, wie das "Handelsblatt" berichtet. Während die Kaufpreise von Bestands-Eigentumswohnungen innerhalb der nächsten zwölf Monate um 11,5 Prozent steigen sollen, dürfte der Wohnungs-Neubau um fast neun Prozent teurer werden. 

Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Eigentums- und Neubauwohnungen sowie zwischen städtischen und ländlichen Gebieten: In Metropolen wie Hamburg, Köln und Berlin erwarten die Experten ein höheres Preiswachstum. Allein in der Bundeshauptstadt dürften die Kaufpreise für bestehende Eigentumswohnungen im laufenden Jahr um 13,5 Prozent steigen. Etwas weniger stark wachsen die Preise für Neubau-Wohnungen: Während sich im zweiten Quartal 2021 bestehende Eigentumswohnungen um 4,4 Prozent verteuerten, stiegen die Preise neu gebauter Eigentumswohnungen nur um 4,0 Prozent . Das liegt daran, dass Bestandswohnungen für viele Käufer zurzeit attraktiver sind, weil sie absolut gesehen oft weniger kosten als Neubauten, schreibt das "Handelsblatt". 

In München steigen die Preise weniger stark 
Die teuerste Stadt in Deutschland ist und bleibt München. Mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von sage und schreibe 7.607 Euro für Eigentumswohnungen im Bestand befindet sich die bayerische Stadt weiterhin deutlich über dem deutschlandweiten Durchschnitt. Zum Vergleich: In Hamburg liegt der Quadratmeterpreis zurzeit bei 4.701 Euro, in der Domstadt Köln bei 4.078 Euro.

Allerdings dürften ausgerechnet in München die Preise von nun an nur unterdurchschnittlich stark steigen. Experten erwarten, dass sich Neubauwohnungen bloß um 1,8 Prozent verteuern, Eigentumswohnungen im Bestand um 4,2 Prozent. "Wir können also davon ausgehen, dass das aktuelle Preisniveau die Spitze dessen markiert, was Anbieter derzeit am Markt realisieren können", sagt Ralf Weitz, Geschäftsführer von Immoscout24, im "Handelsblatt". (fp)