Zu viel Euphorie? BofA-Indikator auf höchstem Stand seit 2021
Die Stimmung an den Märkten ist aus Sicht der Bank of America inzwischen ausgesprochen optimistisch. Die Strategen der US-Großbank raten Anlegern deshalb, Risiken zurückzufahren und stärker auf defensive Anlagen, längere Laufzeiten und den Dollar zu setzen.
Die Zuversicht der Anleger ist nach Einschätzung von Strategen der Bank of America so extrem geworden, dass es an der Zeit ist, das Engagement in riskanten Anlagen zu reduzieren.
Der Bull-&-Bear-Indikator der Bank ist auf den höchsten Stand seit 2021 gestiegen. Er kletterte von 9,4 auf 9,7, wie das von Michael Hartnett geleitete Team schrieb. Als Gründe für den Optimismus der Anleger nannten die Strategen breiter aufgestellte Aktienmärkte, starke Zuflüsse in Hochzinsanleihen und engere Kreditspreads.
Defensive Anlagen bevorzugt
Die Strategen bevorzugen defensive Anlagen. Diese sollen Portfolios vor negativen Überraschungen bei der Konjunktur, der Geldpolitik und der künstlichen Intelligenz schützen.
"Wir bleiben für den Sommer im Lager Rückzug/Umschichtung statt Aufstockung", sagte Hartnett. "Wir empfehlen Anlegern, sich aus Risikoanlagen zurückzuziehen und/oder in einige defensive Anlagen, längere Laufzeiten und den Dollar umzuschichten."
US-Aktien auf Kurs für Rekordjahr bei Zuflüssen
Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Anleger nach positiven Unternehmenszahlen wieder verstärkt in Halbleiteraktien eingestiegen sind. Die Sorge, dass die KI-Rally an Schwung verliert, hat nachgelassen. Starke Unternehmensergebnisse sowohl in den USA als auch in Europa haben die Stimmung zusätzlich gestützt. Aktien haben in dieser Woche auf beiden Seiten des Atlantiks Rekordstände erreicht.
US-Aktien verzeichneten in der Woche bis zum 5. August Nettozuflüsse von 9,6 Milliarden US-Dollar. Das geht laut BofA aus Daten von EPFR Global hervor. Damit ist die Region auf Kurs für ein Rekordjahr bei den Zuflüssen. (mb/Bloomberg)















