Die zweite Infektionswelle schlägt derzeit über vielen Ländern zusammen, fast täglich werden aus den verschiedenen Ecken der Welt neue Maßnahmen verkündet, die das Covid-19-Virus aufhalten sollen. Gleichzeitig sorgen die Wahlen in den USA für Unruhe – und dann steht zum Ende des Jahres auch noch der Brexit an. Kein Wunder, dass Anleger gerade in einigen Marktsegmenten die Notbremse ziehen. So auch bei Rohstoffen: Gold hat sich im Oktober gegenüber dem Vormonat um minus 0,4 Prozent verbilligt, der Preis für Platin sank um 4,6 Prozent. Auch Palladium wurde billiger, um vier Prozent. Allein der Silberpreis ist gestiegen, um 6,5 Prozent. Ende Oktober lag er bei 24,74 US-Dollar pro Feinunze.

Der Aufwärtstrend bei den Rohstoffpreisen ist zum Halten gekommen. Dabei handelt es sich aber nur um eine kurze Verschnaufpause, ist sich Martin Siegel, Geschäftsführer bei dem Edelmetall-Fondsanbieter Stabilitas sicher: "Mittel- bis langfristig rechnen wir unabhängig vom Ausgang der US-Wahl wieder mit einer starken Nachfrage nach Edelmetallen." Auch die Aktien der Minengesellschaften gaben im Oktober leicht nach und "befinden sich nach den Gewinnen der Vormonate in einer Phase der Konsolidierung", sagt Siegel.

Basismetalle stabil 
Die meisten Basismetalle konnten sich dem Abwärtstrend widersetzen. Allein der Preis für Blei sank im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent. Aluminium, Kupfer, Zink und Nickel verzeichneten einen Anstieg im einstelligen Prozentbereich. Der Ölpreis hingegen setzt seinen Abwärtstrend fort. Im Oktober sank er um 6,9 Prozent und beendete den Monat mit einem Preis von 37,45 US-Dollar pro Barrel. "Mit der Aussicht auf einen zweiten Lockdown schwächelt die Wirtschaft in vielen Regionen. Dies führt zu geringerer Nachfrage nach Öl", sagt Siegel. (fp)