2021 war ein gutes Jahr für den Handel mit geschlossenen Fonds auf dem Zweitmarkt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg nicht nur die Anzahl an Abschlüssen und das gehandelte Nominalkapital, sondern auch der durchschnittliche Kaufkurs. "Der für 2021 prognostizierte rege Handel am Zweitmarkt ist eingetreten", bilanziert Jan-Peter Schmidt, Vorstand der Handelsplattform Deutsche Zweitmarkt (DZAG).

Dazu hat wesentlich beigetragen, dass sich die Erholung der Schifffahrtsmärkte fortgesetzt und verstetigt hat. Zwar machen Immobilien nach wie vor den größten Teil des Markts aus. Jedoch hat die Verknappung von Seetransportkapazitäten durch coronabedingte Containerstaus 2021 auch auf den Zweitmarkt für Schiffsbeteiligungen ausgestrahlt und die Preise stark anziehen lassen.

"Zunehmend interessante Anlageklasse in Niedrigzinszeiten"
Die DZAG dokumentiert regelmäßig den öffentlich sichtbaren Handel mit Beteiligungsmodellen zweiter Hand. Neben der DZAG steht dafür vor allem die Handelsplattform Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler, zu der die DZAG gehört. Es gibt auch weitere Plattformen, wie zum Beispiel die FHG Hanseatische Fondshandlung, die aber, was ihren Marktanteil betreffen, kaum ins Gewicht fallen. Darüber hinaus bieten einige Emissionshäuser ihren Kunden an, Kaufinteressenten für Anteile an geschlossenen Fonds zu vermitteln, und es gibt Emissionshäuser, die sich darauf spezialisiert haben, Anteile an geschlossenen Fonds auch direkt von Erstmarktinvestoren zu erwerben, sie zu poolen und als Investment anzubieten.

Auch für 2022 beurteilt DZAG-Vorstand Schmidt die Zweitmarktaussicht positiv: "Viele Käufer sind stetig auf der Suche nach passenden Beteiligungen und sehen den Zweitmarkt zunehmend als interessante Anlageklasse in Niedrigzinszeiten." (tw)