HSBC Global Asset Management schickt drei Aktienfonds auf asiatische Börsen in die Liquidation. Der HSBC GIF Korean Equity, der HSBC GIF Singapore Equity und der HSBC GIF Taiwan Equity werden bis 22. September abgewickelt, weil ihr Volumen zu klein ist. Das geht aus Anlegerschreiben hervor, die FONDS professionell ONLINE vorliegen.

"Die verwalteten Vermögenswerte des Teilfonds (…) liegen unter dem Minimum von 50 Millionen US-Dollar, wie im Prospekt festgelegt, und lassen daher eine effiziente Verwaltung des Teilfonds nicht mehr zu. Es ist außerdem unwahrscheinlich, dass der Teilfonds längerfristig auf eine Weise wachsen wird, die dessen Rentabilität gewährleistet", heißt es in dem Schreiben zu einem der Fonds.

In der Praxis werden Hunderte Mini-Fonds mitgeschleppt
Dass einzelne Fonds liquidiert werden, kommt häufig vor. Beachtlich ist in diesem Fall vielmehr die Größe von zwei der drei Portfolios: Der HSBC GIF Korean Equity verwaltete zuletzt noch 27,8 Millionen US-Dollar, Ende Juni waren es sogar noch 31,8 Millionen Dollar gewesen. Der HSBC GIF Singapore Equity hält immerhin noch Vermögenswerte von 21,2 Millionen Dollar.

Normalerweise setzen Experten die Mindestgröße eines Fonds, ab der er wirtschaftlich zu betreiben ist, bei 10 bis 20 Millionen Euro an. In der Praxis werden jedoch Hunderte kleinere Fonds mitgeschleppt. Jüngst zeigte eine Auswertung des Analyse- und Ratinghauses MMD Multi Manager, dass jeder vierte von insgesamt 1.300 untersuchten vermögensverwaltenden Fonds weniger als 15 Millionen Euro auf die Waage bringen.

Nach dieser Lesart wäre lediglich der HSBC GIF Taiwan Equity, der nur noch 2,8 Millionen US-Dollar verwaltet, zu klein zum Überleben. Der Schritt des Anbieters zeigt daher, wie konsequent er seine Produktpalette steuert. Während HSBC Global Asset Management einige Fonds schließt, legt er andere neu auf – zuletzt zwei Fonds auf asiatische Anleihen (FONDS professionell ONLINE berichtete). (bm)