Acatis hat sein Fonds-Sortiment erweitert und den "Acatis Qilin Marco Polo Asien" lanciert. Die Strategie wird von der Qilin Capital, einer auf Asien und insbesondere China spezialisierten Research-Gesellschaft mit einer Erlaubnis gemäß Paragraf 34f Gewerbeordnung, vorgegeben und setzt auf Investments in unterbewerte chinesische oder asiatische Papiere investieren – ganz im Stil von "Value-Papst" Hendrick Leber, Gründer und Geschäftsführer von Acatis Investment. 

Als Motiv für den Fondsstart führt Acatis aus, dass China bis 2030 von der heutigen Nummer zwei zur weltweit größten Wirtschaftsnation aufsteigen und damit in den kommenden Jahren weiter den größten Teil des Weltwirtschaftswachstums beisteuern werde – trotz der restriktiven Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump. Schon heute repräsentiere China über zehn Prozent der weltweiten Börsenkapitalisierung. Hieran gemessen seien chinesische Aktien in europäischen Anlegerportfolios signifikant unterrepräsentiert.

Zwei China-Exprten als Berater
Der Acatis-Partner Qilin Capital verfügt über die nötige Erfahrung und detailliertes Vor-Ort-Wissen. Die geschäftsführenden Gesellschafter Professor Ingo Beyer von Morgenstern und Stefan Albrecht waren lange Jahre als Direktoren für McKinsey in China tätig. Zudem leiten beide ein eigenes Analyseteam in Shanghai und kooperieren mit der chinesischen Elite-Universität Tsinghua. Ihre Ergebnisse fließen in den bereits Ende 2015 lancierten Fonds Tamac Qilin-China Champions ein.

Investiert wird beim "Acatis Qilin Marco Polo Asien" ganz überwiegend in private und nicht in Staatsbesitz befindliche Unternehmen, die aufgrund ihrer hohen Marktkapitalisierung den größten Teil der Indizes repräsentieren. Dadurch ergibt sich ein benchmarkunabhängiges Portfolio. "Dieser Bereich repräsentiert das neue Asien, und damit das zukünftige Wachstum des Kontinents", erklärt Beyer von Morgenstern den Fokus des Fonds.

Der Investmentprozess ist dreistufig. Er beginnt mit der reinen Unternehmensanalyse, in der zunächst das Geschäftsmodell analysiert wird, dessen Zukunftsfähigkeit und die Markstellung. Dem folgt die Analyse der kapitalmarktrelevanten Kennzahlen wie Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV), Cash-Flows, Verschuldungsgrad und Buchwert. Am Ende wird zur Einschätzung des oft Retail-Anleger getriebenen Marktes die Behavioral  Finance Analyse auf den Gesamtmarkt angewendet. (jb)