Alte Leipziger senkt Überschussbeteiligung
Die Alte Leipziger Lebensversicherung passt ihre Überschussbeteiligung an die Entwicklungen der Kapitalmärkte an und senkt diese um 0,5 Prozentpunkte.
Die Kapitalmarktzinsen in Deutschland haben in den letzten Jahren ein Niedrigzinsniveau erreicht, das mit dem in Japan oder der Schweiz vergleichbar ist. Die Alte Leipziger Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit hat die Finanzkrise nach eigenen Angaben ohne Verluste überstanden, da sie keine Kapitalmarktrisiken in Staaten mit ungesteuerter Staatsverschuldung eingegangen ist – und kann die seit Jahrzehnten für die kommenden Jahrzehnte gegebenen Zinsgarantieversprechen einhalten können. Zur weiteren Stärkung der hierfür notwendigen Rücklagen bildete das Unternehmen in den letzten beiden Jahren Zinszusatzreserven in Höhe von fast 135 Millionen Euro. Als Belastung hat sich die Mitgabe der Bewertungsreserven für gekündigte oder auslaufende Verträge erwiesen – hierfür werden allein 2012 voraussichtlich 61 Millionen Euro aufgewendet. Um die Garantieversprechen einhalten zu können, wird die Alte Leipziger – trotz einer stabilen Entwicklung der Ergebnisse im laufenden Jahr – deshalb ihre Überschussbeteiligung um 0,5 Prozentpunkte senken.
Die ab dem 1. Januar 2013 geltende Gesamtverzinsung – unter Einrechnung des Schlussüberschussanteils und der Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven – beträgt 4,05 Prozent. Die darin enthaltene laufende Verzinsung liegt bei 3,35 Prozent. (mb)














