Die Turbulenzen an den Aktien- und Kryptomärkten im ersten Halbjahr haben für einige Änderungen in den Depots beim Neobroker Justtrade gesorgt. Anleger, die selbst ihre Investmententscheidungen treffen, erhöhten vor allem ihren Anteil an börsengehandelten Indexfonds (ETFs), während sie Kryptowerte abstießen. Das ergab eine Analyse der Depots im Zeitraum von Anfang Januar bis Mitte Juni.

Betrachtet wurden nur Konten, die schon vor Jahresende 2021 bestanden. Eine Altersgrenze zwischen jüngeren und älteren Anlegern wurde bei 25 Jahren gezogen. Demnach waren die älteren Kunden zu Jahresanfang zu rund 25 Prozent in ETFs investiert, weitere 25 Prozent steckten in Kryptowerten, die übrigen 50 Prozent in anderen Assets, vornehmlich Aktien. Die Jüngeren waren zu etwa 20 Prozent in ETFs investiert, zu 27 Prozent in Kryptos, zu rund 53 Prozent in anderen Assets.

Umschichtung unabhängig vom Alter
Diese Verteilung hat sich Mitte 2022 zugunsten der ETFs verschoben: Sowohl ältere als auch jüngere Anleger haben umgeschichtet und jetzt 29 Prozent beziehungsweise 25 Prozent in ETFs angelegt, Kursverluste wurden für Nachkäufe genutzt. Die Kryptobestände sind dagegen deutlich gesunken: Sie machen bei älteren Anlegern nun nur noch 14 Prozent aus und bei jüngeren Anlegern 18 Prozent. (jb)