Beim Thema Geldanlage kreist schon lange alles um das Kürzel ESG. Doch auch in puncto Versicherungen legen Kunden immer mehr Wert auf nachhaltige Angebote. Das bestätigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschers Yougov im Auftrag der Ergo Versicherung. Auf der Suche nach einem neuen Versicherer ist es 45 Prozent der Deutschen nach eigener Angabe wichtig, dass das Unternehmen nachhaltig wirtschaftet. Dabei kommt es knapp der Hälfte von ihnen auf eine gute Unternehmensführung, also den Governance-Aspekt, an. Nachhaltige Produkte und Services wünscht sich ein Drittel, 27 Prozent erwarten soziales Engagement und 26 Prozent einen umweltfreundlichen Geschäftsbetrieb. Gut jeder Fünfte, der auf Nachhaltigkeit achtet, richtet sein Augenmerk auf eine ESG-konforme Kapitalanlage des Versicherers.

Die Hälfte der insgesamt 2.078 Befragten meint, Versicherer könnten bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels helfen, zum Beispiel durch umweltfreundliche Gebäudesanierung, Versicherungsschutz für Hochwassergebiete oder Maßnahmen zum Gebäudeschutz vor Unwetterschäden. Zudem schätzen 46 Prozent, dass Versicherer Anreize für umweltfreundliches Handeln schaffen können, indem sie bei der Schadenabwicklung stärker Reparaturen von beispielsweise Autos oder Gebäuden fördern, statt für deren Ersatz zu sorgen.  

Ältere achten mehr auf die Kosten
Vor allem den 18- bis 24-Jährigen ist Nachhaltigkeit bei der Auswahl eines Anbieters wichtig. Und das lassen sie sich offenbar auch etwas kosten: Während unter den über 55-Jährigen 86 Prozent das Preis-Leistungs-Verhältnis der Versicherung in den Vordergrund stellen, tun dies bei den Jungen nur 56 Prozent. 12 Prozent aller Befragten halten es indes nicht für die Aufgabe von Versicherern, eine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen. (fp)