Wer zu spät kommt, den bestraft bekanntlich das Leben. Und wer zu früh kommt, den bestraft der Markt. Der Versicherungskonzern Axa jedenfalls will seine Flugverspätungsversicherung wieder einmotten, wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet. Der französische Versicherer hatte die Police namens "Fizzy" erst m Herbst 2017 herausgebracht. Die Besonderheit des Produkts: Es basiert auf der Blockchain-Technologie, genauer gesagt auf der Kryptowährung Ethereum.

Hatte ein Flug mehr als zwei Stunden Verspätung oder fiel komplett aus, regulierte Fizzy automatisch den entstandenen Schaden. Die Daten des Versicherungskunden wurden beim Kauf der Police in der Blockchain gespeichert und waren ab diesem Zeitpunkt unveränderbar hinterlegt.

Kommerzielle Ziele nicht erreicht
Nun habe die Axa mitgeteilt, der Markt sei für eine Police dieser Art noch nicht reif, berichtet "Der Spiegel". Fizzy habe die gesteckten "kommerziellen Ziele" nicht erreicht. Auch die passenden Vertriebskanäle habe die Axa nicht gefunden. Dennoch sei der Versicherer überzeugt davon, dass Policen wie Fizzy eine Zukunft haben.

Die Berlin Direkt Versicherung, eine Tochter der Hanse Merkur, teilt diese Überzeugung offenbar. Der Versicherer hat seit einiger Zeit ebenfalls eine Police zur Absicherung von Flugverspätungen im Angebot. Das Produkt "Get Neo" entschädigt Kunden bereits, wenn ein Flieger 60 Minuten später als geplant abhebt. (am)