Arbeitnehmer in Deutschland bevorzugen in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) das sogenannte Opting-Out-Modell, zeigt eine Umfrage des Fondsanbieters Fidelity unter tausend Berufstätigen. Dabei wandelt der Arbeitgeber automatisch einen Teil des Bruttogehalts in eine bAV um, wenn sich der Mitarbeiter nicht explizit dagegen entscheidet. Rund zwei Drittel der Berufstätigen finden diesen Ansatz gut.

Insgesamt steht es mit den Kenntnissen um die bAV allerdings nicht zum Besten, zeigt die Fidelity-Umfrage. Vor einem halben Jahr ist das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) in Kraft getreten – und nur 29 Prozent der Berufstätigen in Deutschland haben es mitbekommen. Rund 70 Prozent kennen das Gesetz überhaupt nicht. Immerhin: Insgesamt fühlen sich die Deutschen über ihre bAV-Optionen gut informiert. Nur 30 Prozent wünschen sich mehr Infos.

Opting-Out sollte Standard werden
Unter jenen, die gern mehr über die bAV wüssten, wollen 72 Prozent mehr Infos vom Chef bekommen. 70 Prozent hätten gern mehr Infos von der gesetzlichen Rentenversicherung. "Es muss noch einfacher werden, eine bAV abzuschließen", sagt Michael Hennig, Leiter Investment- und Pensionslösungen bei Fidelity. "Wünschenswert ist ein allgemeines Opting-Out in der Betriebsrente, ähnlich wie in Großbritannien. Nur so lassen sich die Teilnahmequoten an der bAV deutlich steigern." (fp)