Die Privatbank Berenberg baut ihr Angebot an Rentenfonds um. So soll der Berenberg Euro High Yield auf den Berenberg Financial Bonds verschmolzen werden. Dies geht aus einer Mitteilung an die Anleger hervor, die FONDS professionell ONLINE vorliegt. Demnach soll die Verschmelzung zum 15. September erfolgen. Das vor der Fusion stehende Hochzins-Portfolio verwaltete zuletzt gerade einmal ein Vermögen in Höhe von zehn Millionen Euro.

Zudem löst das Institut zum 25. August den Berenberg Euro IG Credit auf. Das Vermögen wird ebenfalls auf den Berenberg Financial Bonds übertragen. Das Volumen des abgebenden Euro-Firmenbonds-Fonds bezifferte sich zuletzt auf gerade einmal drei Millionen Euro. Das aufnehmende Portfolio kommt hingegen auf ein Volumen von rund 130 Millionen Euro.

Angebot verdichten
Berenberg begründet in den Mitteilungen an die Anteilseigner die Verschmelzung bei beiden Fonds gleichlautend damit, dass sich eine Fortführung "im Hinblick auf das zu erwartende Fondsvolumen, die absehbare Kostenentwicklung und die damit einhergehende Entwicklung der laufenden Kosten als nicht rentabel" erwiesen habe. "Generell soll das Produktangebot des Fondsinitiators im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung verdichtet werden", heißt es in den Schreiben weiter.

Tatsächlich hat das hanseatische Geldhaus bereits eine ganze Reihe von Fonds zusammengeführt, wie FONDS professionell ONLINE berichtete. Darunter war auch der ehemalige Aktienfonds des Starmanagers Matthias Born, der die Bank 2025 verlassen hatte. Das Traditionsinstitut ist derzeit in Aufruhr. Im Juni hat die Finanzaufsicht Bafin die Geschäftsleitung des Instituts durch Sondergesandte ersetzt. Hintergrund waren Fehler bei der Bilanzierung, wie das Geldhaus einräumte. (ert)