Berenberg wird die institutionelle Anteilklasse des von Peter Kraus gemanagten Berenberg European Micro Cap Fonds zum 14. Dezember für Neuinvestitionen schließen. Die Asset-Management-Einheit der Privatbank begründet diesen auch Soft Close genannten Schritt damit, dass die Kapazitätsgrenze erreicht sei. Die Retail-Anteilklasse des in Summe rund 388 Millionen Euro schweren Fonds unterliegt aber keinerlei Anlagebeschränkungen, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.
 
Ziel des Portfolios ist es, an der Entwicklung von wachstumsstarken kleineren Werten (Micro Caps) mit einer Marktkapitalisierung von maximal bis zu einer Milliarde Euro teilzuhaben. Ab einer bestimmten Fondsgröße kann es dazu kommen, dass einige lohnende Investments nicht mehr getätigt werden können. Dies könnte die Fondsperformance belasten und würde damit nicht zuletzt zu Lasten der Anleger gehen.

"Nerv der Anleger getroffen" 
Daher sei entschieden worden, das Fondsvolumen in der jeweiligen Anteilklasse zu begrenzen. Neue Kauforders für die I-Anteilklasse werden seit dem 14. Dezember nicht mehr angenommen – weder von neuen noch von bestehenden Anlegern. Eine Rückgabe der Anteile für je 500.000 Euro sei jedoch weiterhin jederzeit möglich. Sollte das Volumen sinken oder falls sich die Markt- und Investitionsbedingungen ändern, behält Berenberg es sich vor, die Anteilklasse wieder für Neuinvestitionen zu öffnen. 
 
 "Die Entwicklung zeigt, dass wir mit dem Berenberg European Micro Cap den Nerv der Anleger getroffen haben", sagt Henning Gebhardt, Head of Wealth and Asset Management bei Berenberg. "Das Team um Peter Kraus hat auch in den zuletzt schwierigen Zeiten an den Finanzmärkten den Kunden eine herausragende Performance geliefert und damit gezeigt, dass wir im Fondsmanagement von Berenberg auf dem richtigen Weg sind."
 
Fondsmanager Kraus, der zusammen mit Gebhardt am 30. Januar um 10:30 Uhr auf dem FONDS professionell KONGRESS 2019 in Mannheim (hier geht es zur Anmeldung) über die Vorzüge aktiven Managements referieren wird, ergänzt: "Wir konzentrieren uns bei unserem Fonds auf erfolgsversprechende Klein- und Kleinstwerte aus den verschiedenen europäischen Ländern. Dieses Universum ist in Bezug auf die Marktkapitalisierung relativ klein, so dass wir uns aus Investitionsgründen eine Volumenobergrenze gesetzt haben. Durch die vorläufige Schließung können wir uns weiter auf unser Anlageuniversum konzentrieren und schützen auch die bereits investierten Anleger vor einer Verwässerung der Strategie." (jb)