Berenberg startet Hochzinsfonds auf Industriefirmen
Die Hamburger Privatbank bringt einen Fonds auf den Markt, der in Bonds mit schwachen Bonitätsnoten investiert. Die Portfoliomanager sehen das High-Yield-Segment als zuverlässigen Renditelieferanten – wenngleich unter höheren Schwankungen.
Die Privatbank Berenberg hat einen neuen Fonds auf Euro-Hochzinsanleihen gestartet. Der Berenberg Euro High Yield (ISIN: LU3189583605) sei zwar indexnah aufgestellt, soll mit aktivem Management aber einen Mehrwert gegenüber dem europäischen High-Yield-Markt erwirtschaften. Dies teilte das Hamburger Bankhaus mit. Der Fonds könne in Unternehmensanleihen aus dem Hochzinssegment sowie nachrangige Bonds investieren. Als Beimischung seien auch Papiere ohne Bonitätsnote sowie ausfallgefährdete Titel mit einem "CCC"-Rating möglich.
"Der europäische High-Yield-Markt etabliert sich seit Jahren als festes Anlagesegment und ist keinesfalls, wie von manchem angenommen, übermäßig riskant", meint Christian Bettinger, Leiter Portfolio Management Fixed Income. Der Euro-Hochzinsmarkt sei die Anlageklasse mit der vorteilhaftesten risikoadjustierten Rendite – "und das sogar im Vergleich zu Aktien", so Bettinger.
Zuverlässige Rendite – aber mit Schwankungen
"Natürlich schwanken die Kurse etwas stärker als bei Investment-Grade-Anleihen", räumt der Manager ein. "Aber langfristig hat die Anlageklasse in den letzten zehn Jahren im Schnitt rund fünf Prozent Rendite pro Jahr erzielt – und das berücksichtigt schon Kreditausfälle." Der neue Fonds setzt einen Fokus auf Industrieunternehmen und wird von Gerald Deutsch gelenkt. Die Gesamtkostenquote für die Retail-Anteilsklasse gibt Berenberg mit 1,07 Prozent an, das Agio mit maximal drei Prozent. (fp)




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