Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen mahnt auf ihrer Webseite, bei der Nutzung von Bitcoin-Automaten Vorsicht walten zu lassen. Ein Blick auf die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre zeige, dass es die Kryptowährung sehr großen Schwankungen unterworfen ist. In kürzester Zeit seien hohe Gewinne, aber auch große Verluste möglich. 

"Bitcoins gehören nicht in den Bereich der strategischen Geldanlage, sondern in den der Spekulation", schreiben die Verbraucherschützer. Hinzu kämen technische Risiken, denn Kryptowährungen müssen sicher aufbewahrt und gehandelt werden. Nicht zu vergessen sei auch, dass es sich bei solchen Währungen, die auf der Blockchain-Technologie basieren, nicht um gesetzliche Zahlungsmittel handelt. Daher bestehe kein Rechtsanspruch auf Rückgabe. Wer trotzdem kaufen möchte, sollte sich Bitcoins lediglich als Beimischung in Höhe von maximal fünf Prozent ins Depot legen, raten die Finanzexperten.

Ohne App geht’s nicht
Bitcoin-Automaten, die etwa in Super- oder Elektrofachmärkten stehen, sollen unter anderem Menschen erreichen, die sich zwar für das digitale Geld interessieren, aber bisher an technischen Hürden gescheitert sind. Wer die digitale Währung am Automaten kaufen möchte, muss zuvor allerdings eine App auf ihrem Smartphone installieren. Dort wird die erworbene Kryptowährung dann im sogenannten Wallet – der digitalen Geldbörse – gutgeschrieben.

Betreiber von Bitcoin-Automaten benötigen eine Erlaubnis der Finanzaufsicht Bafin. Um diese zu erhalten, arbeiten sie mit einer Partnerbank zusammen. Vor einem Kauf von Bitcoins am Automaten sollte immer geprüft werden, ob die Erlaubnis tatsächlich vorliegt und wer die Partnerbank ist, rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Seriöse Betreiber stellen auf ihrer Homepage alle notwendigen Informationen zur Partnerbank und zur Registrierung bei der Bafin zur Verfügung. 

Zehn Prozent oder mehr
Außerdem sollen Kaufinteressenten möglichst überprüfen, ob sie die digitale Währung auf einer seriösen Plattform nicht preiswerter bekommen können, erklären die Verbraucherschützer. Denn bei Bitcoin-Automaten könnten durchaus Gebühren von zehn Prozent oder mehr anfallen. (am)