In Zeiten, in denen Gewissheiten bröckeln, erweisen sich Anleihen-ETFs als verlässlicher Anker im Portfolio, heißt es in einer aktuellen Studie von Blackrock. Sie seien ein unverzichtbares Instrument zur gezielten Steuerung von Volatilität und Liquidität.

Anleihen-ETFs legen rasant zu 
Das weltweit in Anleihen-ETFs verwaltete Vermögen hat sich demnach seit 2020 auf über drei Billionen US-Dollar mehr als verdoppelt. Trotzdem machen indexbasierte Strategien weiterhin nicht einmal fünf Prozent des globalen Anleihenmarktes aus. Das Wachstumspotenzial bleibe also erheblich. Parallel dazu habe die Liquidität deutlich zugenommen: Laut Studie wurden 2026 pro Tag bislang im Durchschnitt 67 Milliarden Dollar an Anleihen-ETFs gehandelt. Während des Zollschocks im April 2025 lag der Spitzenwert bei 58 Milliarden Dollar, während des Iran-Konflikts im März 2026 bei 84 Milliarden Dollar.

Und die Erträge auf Anleihen sind zurück. Rund 60 Prozent der globalen Anleihen rentieren inzwischen über vier Prozent. 2019 waren es nicht einmal 20 Prozent. Damit haben sich laut Blackrock Anleihen als verlässliche, stabilisierende Ertragsquelle wieder fest etabliert.

Nachfrage nach aktiven ETFs steigt
Zugleich setzen Anleger verstärkt auf aktive Anleihen-ETFs. Zwar entfallen erst 20 Prozent des weltweit in Anleihen-ETFs verwalteten Vermögens auf aktiv verwaltete Fonds, doch neue Mittel  flossen 2025 bereits zu 32 Prozent in aktive statt passive Anleihen-ETFs. "Die Nachfrage nach der Kombination aus ETF-Mantel und Portfoliomanager-Expertise steigt", so die Studienautoren. (jh)