China - gelbe Gefahr oder rote Rettung?
Haben Sie Angst vor China? Dann sind Sie in guter Gesellschaft: Das Marktforschungsinstitut Allensbach hat in einer repräsentativen Umfrage festgestellt, dass bei 65 Prozent der Deutschen bei dem Gedanken an China der Eindruck von Gefahr dominiert. Fast ebenso viele, nämlich 63 Prozent, geben an, dass sie von China fasziniert sind. Woher kommt diese Mischung aus Angst und Faszination für das Gastgeberland der aktuell laufenden Olympischen Sommerspiele 2008?
"Ganz sicher nicht zuletzt durch den enormen wirtschaftlichen Aufschwung, den das Land des Tigers in den letzten Dekaden genommen hat", schreibt Yvonne Kleinpaß, Portfolio Managerin bei der in Köln ansässigen Monega KAG, in ihrem aktuellen China-Marktkommentar. Lesen Sie nachfolgend Ihre ausführliche Einschätzung:
"Noch 1981 lebten 64 Prozent aller Chinesen unter der absoluten Armutsgrenze mit einem Pro-Kopf-Einkommen von unter 1 Dollar pro Tag. Heute zählt nur noch jeder zehnte zu dieser Gruppe. Diese Aufholjagd gegenüber dem Westen erfolgte vor allem in den vergangenen zehn Jahren: 1999 erlaubte der nationale Volkskongress Chinas den Aufbau von Privateigentum; 2004 erhielt der Schutz von Privateigentum Verfassungsrang. Seit der Jahrtausendwende sind die Auslandsinvestitionen Chinas geradezu explodiert, und auch die Exporte steigen (pro Jahr) um 30-35 Prozent. Während sich der Westen über jährliche wirtschaftliche Wachstumsraten von eins bis fünf Prozent freut, steigert sich die Leistungskraft Chinas per annum zweistellig.
Für fast jede westliche Volkswirtschaft ist die Partnerschaft mit China mittlerweile von eminent wichtiger Bedeutung - wie umgekehrt auch Chinas Erfolg von diesen Partnerschaften abhängt. Beispiel Amerika: Kein Land importiert mehr chinesische Waren und Dienstleistungen als die größte Volkswirtschaft der Welt. Mit den daraus resultierenden gewaltigen Handelsüberschüssen finanziert China das riesige Staatsdefizit der USA, indem es die größten Dollarreserven außerhalb der USA hält - und damit die Grundlage für den weiteren Ausbau der Handelsbeziehungen schafft. Beispiel Deutschland: Seit dem Jahr 2000 nahm der Wert der Importe aus China von 18,6 auf fast 60 Milliarden Euro zu. Der Wert der Exporte nach China - getragen vor allem durch Unternehmen wie Siemens, BASF oder VW - stieg im Gegenzug von 9,5 auf über 30 Milliarden Euro, was eine Steigerung von über 250 Prozent entspricht.
Nun ist es wohl der pessimistischen Grundhaltung der Deutschen zuzuschreiben, dass hierzulande vor allem die Risiken der Partnerschaft mit China betont werden. Für viel Ungemach, sei es real oder befürchtet, muss die aufstrebende Wirtschaftsmacht herhalten. Für die mangelnde Produktqualität der Importware, für den Verlust von Arbeitsplätzen, für steigende Spritpreise. Dabei wird gern übersehen, dass der Handel mit China mehr qualifizierte Arbeitsstellen in Deutschland hervorbringt, als er Jobs kostet. Die deutsche Angst vor dem roten Riesen mag emotional verständlich sein, immerhin wächst hier ein ernsthafter Konkurrent für den Exportweltmeister heran. Die Chancen, die sich gerade für Deutschland aus der Partnerschaft mit China ergeben, werden außerhalb der Wirtschaft von der breiten Bevölkerung jedoch (noch) nicht hinreichend erkannt.
Und wie sieht es an den chinesischen Kapitalmärkten aus? Auch hier überwiegen langfristig die Chancen. Anleger, die an der künftigen Entwicklung Chinas und des asiatischen Wirtschaftsraums teilhaben möchten, können beispielsweise in den Monega Chance investieren. Mit der Expertise zahlreicher Fondsgesellschaften ausgestattet, bietet dieser Dachfonds mit seiner Fokussierung auf die asiatischpazifischen Märkte auf längere Sicht außergewöhnliche Ertragschancen. Neben China setzt der Monega Chance aktuell auf Top-Fonds, die vor allem in Japan, aber auch in Indien und Russland investieren. In den vergangenen zwei Jahren erzielte der Fonds eine solide Outperformance gegenüber seiner Benchmark, dem MSCI Asia Pacific. (rmk)
Kurzportrait: Monega Chance
ISIN: DE0005321079
Fondsart: Dachfonds für langfristig- und chancenorientierte Anleger
Strategie: Investition in aussichtsreiche Wachstumsmärkte der Anlageregion Asia-Pazifik
Thesaurierender Fonds
Performance 2007: 11,8 %
Performance lfd. Jahr (per 11.08.2008): -21,4 %
Ausgabeaufschlag: max. 4,5 %
Verwaltungsvergütung: 1,50 % p.a.
Total Expense Ratio: 1,68 %
Kapitalanlagegesellschaft: Monega KAG














